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NABU-RG Meißen erhält Spende von Museum "Karrasburg" aus Coswig

Spenden aus der Ausstellung "Teddybär, Affe und Co." sollen in Umweltbildungsarbeit fließen

Tiere aus Europa in der Ausstellung "Teddybär, Affe und Co." der Karrasburg Coswig - Foto: Katrin Kynast, Karrasburg Coswig
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Tiere aus Europa in der Ausstellung "Teddybär, Affe und Co." der Karrasburg Coswig - Foto: Katrin Kynast, Karrasburg Coswig

Am 1. März wandern die Kösener Plüschtiere aus der Karrasburg Coswig in ein neues Zuhause

Seit November piepsen und brummen, klettern und springen 150 Plüschtiere aus der Spielzeug Manufaktur Bad Kösen in der Karrasburg Coswig. Über 1000 Besucher*innen haben sich bereits auf Safari begeben. In kurzer Zeit bereist man alle Kontinente und entdeckt die dortige Tierwelt. Dabei stehen die einzelnen Plüschtiere stellvertretend für ihre „echten“ Artgenossen. Kein Wunder, denn die Kösener Tiere wirken so naturnah und lebensecht, dass man jeden Moment damit rechnet, dass sie sich bewegen.


Ausstellungsbanner "Teddybär, Affe und Co." der Karrasburg Coswig - Foto: Katrin Kynast, Karrasburg Coswig
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Ausstellungsbanner "Teddybär, Affe und Co." der Karrasburg Coswig - Foto: Katrin Kynast, Karrasburg Coswig

Kleine Karten zu jedem Tier informieren über Lebensraum, reale Größe und besondere Merkmale. Dabei ist der eine oder andere Aha-Effekt gegeben. Oder hätten Sie gewusst, dass ein Känguru bei der Geburt nur so groß wie eine rote Bohne ist und dass Kattas untereinander „Stinkkämpfe“ austragen?

Das Museumsgespenst Cosimir lockt mit einem Safari-Quiz zum genauen Hinschauen und für die ganz Kleinen gibt es eine Spielecke, in welcher einige der kuscheligen Gesellen darauf warten, gestreichelt zu werden.

Die Ausstellung der Karrasburg liefert auch Einblicke in die Geschichte und Arbeit der Kösener Spielzeug Manufaktur GmbH, deren Plüschtier-Kollektionen heute weltweit zu den besten zählen.

Noch bis zum 1. März ist die Ausstellung zu erleben. An diesem letzten Tag werden dann ab 15 Uhr „die Gehege“ geöffnet, denn alle gezeigten Tiere suchen ein neues Zuhause. Die plüschigen Gesellen können mit einem Werksrabatt von 15 Prozent erworben werden. Eisbär Nanook, Katta Luis und Waldkauz Julius dürfen sich schon auf einen neuen Besitzer freuen. Aber es warten noch viele weitere Tiere darauf, endlich geknuddelt und gestreichelt zu werden.

Herr Dr. Schache, Gründer der Spielzeug Manufaktur GmbH und ehemaliger Bürgermeister der Stadt Bad Kösen, wird an diesem Tag mit dabei sein und mit den Besucher*innen ins Gespräch kommen.


Hendrik Trapp und Andreas Hurtig erläutern die Wildbienenschaukästen - Foto: Anne Zabel (Karrasburg Coswig)
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Hendrik Trapp und Andreas Hurtig erläutern die Wildbienenschaukästen - Foto: Anne Zabel (Karrasburg Coswig)

Auch die Spenden an die Regionalgruppe Meißen des NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.), zur Unterstützung unserer heimischen Tierwelt, werden überreicht. „Die Spende werden wir für die Anschaffung von Wildbienen-Schaukästen einsetzen – damit sind Artenschutz und Umweltbildung vereint“, verriet Tanja Schumann, Vorsitzende der NABU-Regionalgruppe Meißen. Hierzu können noch bis zum 1. März Postkarten mit tollen Plüschtier-Motiven gegen eine Geldspende erworben werden.

Wildbienenbeobachtung im Schaukasten - Foto: Anke Simon
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Wildbienenbeobachtung im Schaukasten - Foto: Anke Simon

Spendengeld wird für Umweltbildung und Artenschutz eingesetzt

Denkt man an Plüschtiere, fallen einem zuallererst Bären und dann eventuell weitere knuffige Fellträger aus der Verwandschaft der Säugetiere ein. Wie die Kösener Spielzeug Manufaktur GmbH in ihrem Sortiment möchten aber auch wir den Kreis der pelzigen Sympathieträger etwas weiter ziehen und dabei wesentliche aktuelle Probleme der Beziehung Mensch – Tierwelt in den Fokus rücken. Bienen sind gleichzeitig faszinierende wie für den Fortbestand der Menschheit existenziell wichtige Lebewesen. Allgemein bekannt ist die Honigbiene als unser Haustier und ihre aktuell besorgniserregende Situation. Wenig bekannt ist noch die außerordentlich vielgestaltige Welt der zahlreichen einheimischen Wildbienenarten, denen als Bestäuberinsekten eine mindestens gleichwertige Bedeutung zukommt und deren Fortbestand teilweise noch stärker gefährdet ist.

Mauerbienen-Entwicklung im Wildbienenschaukasten - Foto: Anke Simon
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Mauerbienen-Entwicklung im Wildbienenschaukasten - Foto: Anke Simon

Diese faszinierenden und für uns hoch bedeutenden Lebewesen möchte die NABU-RG Meißen schützen, fördern und außerdem einem weiten Bevölkerungskreis nahe bringen. Dazu möchte sie von dem durch die Spendenbox zusammen getragenen Geld Wildbienen-Schaukästen, die auch wildbienengerecht sind anschaffen. Künstlichen Lebensstätten für wildlebende Tiere allein sind natürlich keine Lösung für deren nachhaltige Bewahrung. Ganz unbestreitbar nachhaltig ist ihr Einsatz aber immer dann, wenn sie zur Umweltbildung bzw. allgemein zur Aufklärung der Bevölkerung über die Lebensweise geschützter/ gefährdeter Arten verwendet werden können, wie dies mit Schaukästen, mit denen die interessante Lebensweise der Tiere eindrucksvoll präsentiert werden kann möglich ist. "Und das könnten und werden wir auch ausgiebig tun, z. B. bei unseren Veranstaltungen wie dem Tag des offenen Gartens und in der Umweltbildung mit Schulkindern.", sagt Andreas Hurtig von der Naturschutzstation Schloss Heynitz, die zur NABU-RG Meißen gehört. 

Wildbienenbeobachtungskästen sind schon seit einiger Zeit populär. Leider sind die meist angebotenen Modelle mit nicht atmungsaktiven Glasröhren wegen der Schimmelgefahr problematisch. Eine neuere Idee stellt dieses Manko ab. Der NSC Wildbienen Schaukasten, bestehend aus einer atmungsaktiven Platte, in die die Brutgänge eingefräst sind mit einseitiger Schutzfolienabdeckung hat sich für die Beobachtung des faszinierenden Nestbauverhaltens mit gleichzeitig guter Eignung für die Entwicklung und Förderung der Wildbienen bewährt.

Spendengeldübergabe in der Karrasburg Coswig - Foto: Anne Zabel (Karrasburg Coswig)
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Spendengeldübergabe in der Karrasburg Coswig - Foto: Anne Zabel (Karrasburg Coswig)

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